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"Gender Studies Zeit-Schrift"

Die neue "Gender Studies Zeit-Schrift" #30_Sommer 2015 des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Salzburg ist online unter

 http://www.uni-salzburg.at/fileadmin/multimedia/gendup/GS-ZS_30_online_version.pdf

 abrufbar.

Mädchen und Burschen im Internet

Gibt es „typische“ Postings von Mädchen und Burschen? Erkennt man Gemeinsamkeiten oder Unterschiede? - In diesem Lernpaket beschäftigen sich die SchülerInnen genau mit diesem Thema, untersuchen Postings von Mädchen sowie Burschen und diskutieren darüber

Broschüre "Selbstdarstellung von Mädchen und Burschen im Internet" (PDF) auf saferinternet.at.

GESCHLECHTSENSIBLE PÄDAGOGIK / SOZIALISATION:

GESCHLECHTSENSIBLE PÄDAGOGIK / SOZIALISATION:

Blank-Mathieu Margareth

Erziehung in der Kita

Kleiner Unterschied – große Folgen. Geschlechtsbewusste, 2. Auflage, Verlag E. Reinhardt, 2002

 

Focks, Petra:

Starke Mädchen, starke Jungs.

Leitfaden für eine geschlechtsbewusste Pädagogik

Verlag Herder, Freiburg im Preisgau, 2003

Dittmann, Marianne;

"Zur Minimierung von Gender Gaps bei der Ausbildungs- und Berufswahl"

Die Publikation stellt die erweiterte Fassung des Vortrages von Roswitha Tschenett, Leiterin der Abteilung für Gender Mainstreaming / Gender und Schule im BMUKK bzw. BMBF, im Rahmen der Tagung "Tagesvater meets Mechatronikerin – Aufbruch zu mehr beruflicher Vielfalt" am 18. September 2014 in Wien.

Download: http://www.ams-forschungsnetzwerk.at/deutsch/publikationen/BibShow.asp?id=11021v

Technikgirl. Wenn Mädchen Technik lieben.

Autorin: Stefanie Mühlsteph, Illustration: Jana Moskito

Die Autorin hat Elektro- und Informationstechnik studiert und beschäftigt sich in diesem Buch mit dem Thema Mädchen/Frauen und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Sie geht der Frage nach mit welchen Vorurteilen Mädchen/Frauen historisch, aber auch aktuell konfrontiert waren / sind. Ein Großteil des Buches berichtet von Frauen, die im MINT-Bereich tätig sind oder eine Ausbildung in einem dieser Bereiche machen. Dabei geht es sowohl um die Frage, wie die Mädchen/Frauen zu ihrem Berufswunsch gekommen sind, wer sie unterstützt oder behindert hat, welche Rolle die Schule gespielt hat, wie das aktuelle Arbeitsumfeld ist, welche Meinung die Frauen zur Quote, zu geschlechtssensibler Sprache haben etc. Am Ende lädt ein Quiz Mädchen dazu ein, herauszufinden „welche Mintse sie sind“, eine Tabelle veranschaulicht, welche Erfindungen Frauen in der Zeit 1826-1961 machten und eine Sammlung an Websites aus Deutschland lädt die LeserIinnen des Buches dazu ein, mehr über den MINT-Bereich zu erfahren.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2014, ISBN: 978-3-86265-353-9, 256 Seiten, Preis: €10,30

 

Mädchen in die Technik – Jungen in die Pädagogik

Mädchen in die Technik – Jungen in die Pädagogik

Handreichung für geschlechterreflektiertes Arbeiten mit Grundschulkindern

Dr.in Teresa Schweiger und Philipp Leeb von poika in Wien

dokumentieren geschlechtersensible Materialien zur Berufsorientierung und geschlechterreflektiertes Arbeiten mit Volksschulkindern. Mädchen vermehrt für Naturwissenschaften und Technik sowie Buben/Burschen für soziale und pflegebezogene Themen zu interessieren, ist ein wichtiger Schritt bei der Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter. Die Handreichung bietet zahlreiche Anregungen sowohl für Projektwochen oder -tage als auch für kürzere Unterrichtssequenzen.

Download unter: www.poika.at/fileadmin/poika/pdf/MiTJiP_DruckversionCMYKx.pdf

In der pdf finden sich Übungen und Kopiervorlagen um die Interessen von Jugendlichen* im technischen und sozialen Bereich gleichermaßen zu wecken und damit einen Grundstein für Studien- und Berufswahl unabhängig vom Geschlecht zu legen.

Detailinfos: www.schule.at oder www.poika.at/publikationen

www.poika.at/willkommen/

Standard: Gegenderte Schulbücher „Österreich ist in puncto Schule eine Blackbox“

Barbara Schober (44) studierte Psychologie an der Uni Bamberg. Seit 2011 ist sie Professorin für Psychologische Bildungs- und Transferforschung an der Universität Wien.

 

„Österreich ist in puncto Schule eine Blackbox“

 

Eltern ärgern sich über gegenderte Schulbücher. Warum sie das Binnen-I dennoch fordert und die Schule sich öffnen müsste, sagt Bildungspsychologin Barbara Schober.INTERVIEW: Lisa Breit, Oona Kroisleitner

 

Standard: Aktuell wird über gegenderte Texte in Schulbüchern gestritten. Was halten Sie davon?

 

Schober: Buben und Mädchen unterscheiden sich nach wie vor in ihren schulischen Interessen. Das liegt nicht daran, dass Mädchen oder Buben generell bestimmte Dinge nicht können. Sondern es geht sehr viel darum, dass Geschlechtsstereotype unbewusst im Alltag transportiert und übernommen werden, mitunter über die Sprache. Wir denken, wie wir sprechen. Gendern ist keine Geschmacksfrage – die öffentliche Diskussion ist aber sehr ideologisch geprägt. Wenn wir nur von Männern sprechen, wird auch vor allem an sie gedacht. Wenn wir gendergerechte Formulierungen wie das Binnen-I anwenden, werden Frauen verstärkt mitgedacht.

 

Eine häufig geäußerte Kritik ist, dass die gegenderte Fassung unleserlich und unverständlich sei.

 

Schober: Wenn man sich die aktuelle empirische Evidenz ansieht, spricht nichts dafür, dass gegenderte Texte als solche schlechter zu verstehen sind. Was einige Studien jedoch zeigen, ist, dass Männer nichtgegenderte Texte positiver beurteilen als Frauen.

 

Warum ist das so?

 

Schober: Das ist im Detail noch zu untersuchen. Männern ist das generische Maskulinum eventuell einfach näher. Sie können sich leichter damit identifizieren. Es ist naheliegend, dass sie Gendern deshalb oft unnötiger finden.

 

Sollte in Schulbüchern nicht der Inhalt im Vordergrund stehen?

 

Schober: Natürlich geht es um den Lernstoff. Aber Wissen vermitteln und Genderstereotypen entgegenzuwirken ist sicher kein Widerspruch. Wir wissen aus der Geschlechterforschung, dass wir über Erwartungshaltungen, Modelldarstellungen, das Loben und Aufgabenverteilung Stereotype transportieren. Das Schulbuch ist ein Medium, das sie vermittelt.

 

Reicht es dann überhaupt, Schulbücher zu gendern?

 

Schober: Nein. Es kommen noch weitere Dinge zum Tragen: etwa die bildliche Darstellung von Geschlecht. Zumindest bis vor kurzem war es noch so, dass Männer häufiger in beruflichen Kontexten zu sehen waren, Frauen eher in der Freizeit oder mit der Familie. Wir haben 300 relevante Abbildungen in Volksschulbüchern analysiert. Je nachdem, in welcher Tätigkeit man Personen darstellt, verändert das den Eindruck, der vermittelt wird. Entscheidend sind auch Gegenstände, die Personen dabei bei sich haben. Frauen werden noch immer mit Taschen und Accessoires dargestellt. Diese kleinen Dinge machen den wichtigen Unterschied. Geschlechtergerechte Abbildungen und Sprache in Schulbüchern sind deshalb wichtig, weil sie Dinge zeigen, die uns täglich umgeben, die wir aber nicht permanent reflektieren.

 

Außerhalb der Schule lesen Kinder aber nichtgegenderte Bücher.

 

Schober: Es ist eine Illusion, von der Schule zu verlangen, die Genderproblematik zu lösen. Am besten wäre es natürlich, wenn in allen Medien darauf geachtet würde, keine Genderstereotype zu vermitteln. Aber man muss ansetzen, wo man eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen erreicht – das ist die Schule.

 

Inwiefern spielt nicht auch das vorschulische Erleben eine Rolle?

 

Schober: Es sollte so früh wie möglich angesetzt werden. Die Entwicklungspsychologie zeigt, dass Kinder gerade im Kindergartenalter durchaus rigide Rollenstereotype ausbilden. Die Eltern sind dabei aber wichtige Rollenvorbilder. In Befragungen zeigt sich, dass Eltern immer noch eher Autos für Buben und Puppen für Mädchen kaufen. So entstehen Rollenbilder, die sich allerdings schon in der Volksschulzeit wieder öffnen und sehr flexibel werden. Zu dieser Zeit muss also dagegengehalten werden.

 

Wie wird „gendersensible Pädagogik“ im Studium vermittelt?

 

Schober: In den Vorgaben zum neuen Lehramtsstudium steht dezidiert, dass Diversität und Gendergerechtigkeit behandelt werden müssen. Bisher war es optional. Diese Themen haben aber immer noch nicht den Stellenwert, den sie bräuchten. Lehrkräfte wissen beispielsweise sehr wenig darüber, wie sie – ohne es zu wollen – durch genderspezifisches Lob Stereotype vermitteln.

 

Wie können Lehrer besser loben?

 

Schober: Mädchen werden oft für Fleiß gelobt und Burschen häufiger für Fähigkeit. Das sind genau diese unterschwelligen Kommunikationsmechanismen, die es zu bearbeiten gilt. Und es ginge hier darum, unbewusste geschlechtsspezifische Erwartungen zu verändern und stattdessen das Individuum zu betrachten.

 

Für Kindergartenpädagogen hat das Bildungsministerium einen Leitfaden für „geschlechtssensible Pädagogik“ herausgebracht. Ist das genug?

 

Schober: Das zeigt zumindest: Es ist ein Thema. Gerade die Kindergartenpädagogik steht hier aber weitgehend am Anfang. Kindergartenpädagogen haben verpflichtend noch weniger Reflexion dazu in ihrer Ausbildung, sind oft noch sehr jung. Sie zu fördern wäre wichtig. Es gibt kaum ein Land, wo ihre Ausbildung nicht akademisch ist. Aber auch hier tut sich etwas, wir stehen etwa in Kooperation mit dem Ministerium zur Frage, wie ein Weiterbildungsprogramm aussehen könnte.

 

Wäre es sinnvoll, Männern den Kindergartenpädagogenberuf schmackhaft zu machen?

 

Schober: Bekanntlich interessieren sich Männer in Durchschnitt weniger für schlechtbezahlte Berufe. Den Kindergartenberuf aufzuwerten wäre eine für alle sinnvolle Sache. Damit ist es aber nicht getan – dass Geschlechtermodelle dadurch allein dekonstruiert werden, ist nicht nachweisbar. Das Handeln der Pädagogen entscheidet.

 

 

Bild: Barbara Schober ist eine Anhängerin des Binnen-I, denn bei

„gendergerechten Formulierungen werden Frauen verstärkt

mitgedacht“, sagt die Bildungspsychologin. Schulbücher zu

gendern allein sei aber nicht ausreichend, um Stereotype zu

beseitigen – auch geschlechtergerechte Abbildungen seien

wichtig. Generell hält Schober es für eine „Illusion, von der

Schule zu verlangen, die Genderproblematik zu lösen“.

 

"Lernen und Geschlecht" Taschenbuch von Caroline Theurer (Herausgeber), Catrin Siedenbiedel (Herausgeber), Jürgen Budde (Herausgeber)

Das Thema ‚Lernen und Geschlecht‘ ist eine immer wieder aktuelle pädagogische Thematik, für die sich in unterschiedlichen Zeiten und gesellschaftlichen Entwicklungsphasen neue Fragen aufwerfen lassen. Der vorliegende Band beschäftigt sich daher aus unterschiedlichen Perspektiven heraus mit folgenden Fragestellungen: ?Lernen Mädchen und Jungen unterschiedlich in Bezug auf schulische Inhalte und Leistungserwartungen? ?Lassen sich bestimmte Lernunterschiede auf biologische Aspekte des Geschlechtlichen zurückführen oder kommen hier eher Geschlechtsstereotype und Sozialisationsergebnisse zur Wirkung? ?Brauchen wir eine geschlechtsspezifische Pädagogik? Wenn ja, wie stark müsste diese ausdifferenziert sein und auf welche Bereiche bzw. Schulfächer sollte sie sich beziehen? ?Sollte die traditionelle Unterscheidung Junge vs. Mädchen weiter fortgeführt werden oder reproduziert eben diese Unterscheidung Geschlechtsstereotype und damit (vermeintliche) Geschlechterdifferenzen? ?Inwieweit sollten Geschlechtsidentitätsfindungsprozesse – z. B. im Rahmen von hetero-, transsexueller oder homosexueller Identitätsbildung – Einfluss auf das Lernen haben und entsprechend ein Thema im Unterricht sein? ?Wie sollte die Genderthematik insgesamt im Unterricht zum Gegenstand werden? ?Wie kann die Kultur einer Schule geschlechtersensibel gestaltet und gelebt werden? Für diese Fragestellungen versuchen die Autorinnen und Autoren den Forschungsstand zu skizzieren, pädagogische Antworten zu geben und auch unterrichtsnahe Modelle zu entwickeln.

Genderaspekte im Unterricht

Tipps der Redaktion

GLÄUBIG, GEBILDET, ENGAGIERT

Die Internetrecherche zeigt: Auch im Mittelalter gab es Frauen, die großen gesellschaftlichen Einfluss ausübten.

Frauen im Mittelalter

 

LEBEN DURCH LEIDENSCHAFT UND KREATIVITÄT

Biografie und Werk der Künstlerin als Spiegel der Situation von Frauen in der lateinamerikanischen Gesellschaft.

Frida Kahlo - Leben und Werk

Die 3-R-Methode: Chancengleichheit verwirklichen

Jungen lernen anders, Mädchen auch. Bei der Frage nach dem Warum bringt uns das biologische Unterscheiden allein nicht weiter. Die Antwort rührt vielmehr an den Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft, an geschlechtsspezifischen Erwartungen, die Rollenbilder in den Köpfen und dem Alltag in der Schule. Genderaspekte beeinflussen den Schulalltag auf vielfältige Art und Weise.

 

Wie man Unterricht gendergerecht gestalten kann, wie es gelingt, Mädchen und Jungen zu motivieren, ihr Rollenverhalten zu reflektieren und ihre Potenziale im Unterricht individuell zu entfalten - es lohnt sich, diesen Fragen nach zu gehen. Für den Weg zu mehr Gendergerechtigkeit setzt der europäische Vorreiter Schweden die "3-R-Methode" ein, die wir Ihnen in diesem Themenschwerpunkt vorstellen.

Gender & Schule

Allgemeine Betrachtungen

• Gleichbeachtung der Geschlechter

Woraus entsteht geschlechtsspezifisches Rollenverhalten? Wie steht es um die Gleichbeachtung der Geschlechter in unserer Gesellschaft?

• Gender-Blick im Unterricht

Daten und Fakten: Der Begriff des "Gender-Blicks" beschreibt eine geschlechtsdifferenzierende Perspektive auf unsere gesellschaftliche Realität.

• Strategie Gender Mainstreaming

Die Strategie Gender Mainstreaming berücksichtigt bei allen Tätigkeiten und Maßnahmen die Auswirkungen auf beide Geschlechter erkennbar und aktiv.

• 3-R-Methode

Die Anregungen für einen Geschlechtergerechten Unterricht orientieren sich an diesem Instrument und werden im Folgenden anhand einiger Beispiele ausgeführt.

Fachbereichsspezifisches

• Gendergerechte Pädagogik in den Naturwissenschaften

Die Sensibilisierung für die Genderthematik kann maßgeblich zur Verbesserung der Unterrichtsatmosphäre, der Motivation und zur Verbesserung des Schulerfolgs beitragen.

• Roberta - ein Projekt zur Mädchenförderung

Unter dem Motto "Mädchen erobern Roboter" weckt das Roberta-Projekt bei Mädchen und jungen Frauen Interesse für Technik, Naturwissenschaften und Informatik.

Unterrichtseinheiten

• Geschichte: Frauen im Mittelalter: gläubig, gebildet, engagiert

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in dieser Unterrichtssequenz mit den Porträts von drei starken Frauen des Mittelalters auseinander.

• Spanisch: Frida Kahlo - Leben und Werk

Schülerinnen und Schüler lernen Leben und Werk der Künstlerin durch Textarbeit und Internetrecherchen kennen.

• Religion: Das Rollenbild der Schöpfungsgeschichte

Exemplarisch sollten Aussagen zum christlichen Menschenbild, insbesondere zur Rolle der Frau, in ihrer theologischen Relevanz erarbeitet werden.

• Spanisch: Conciencia breve

Schülerinnen und Schüler lassen ihrem Humor freien Lauf - sie schreiben das Ende einer Kurzgeschichte über Liebe und Eifersucht und kommunizieren online.

• Geschichte: Frauen in der Französischen Revolution

"Fraternité": Die Rolle der Frauen in der Französischen Revolution fand viele Jahre kaum Beachtung. Eine Internetrecherche soll das Wissen ergänzen.

• Deutsch: Auch "Weiber" schreiben Reime!

Über die Entfaltung weiblichen Selbstbewusstseins in der Lyrik deutscher Dichterinnen seit 500 Jahren.

• Politik/SoWi: Kinderalltag in Afrika

Wie leben Kinder in anderen Teilen der Welt? Was ist anders in ihrem Leben, was ist ganz ähnlich wie bei uns? Diese Fragen werden am Beispiel Afrika erarbeitet.

• Politik/SoWi: Kinderalltag in Deutschland

Schülerinnen und Schüler sollen ihre eigene Lebenssituation an der Frage reflektieren, wie die Kindheit früher charakterisiert war.

• Surfhexen

Die Surfhexen fliegen los - die Unterrichtsreihe dient der Mädchenförderung im Internet und ist speziell auf Mädchen- und Frauenthemen ausgerichtet.

Anregungen für den Unterricht

• Der Zickenklick

Alles nix für Jungs - das ist der Untertitel eines Internet-Projekts für Mädchen der Jahrgangsstufe 8.

Linksammlung: Gender Mainstreaming

• Linksammlung: Gender Mainstreaming

Hier finden Sie eine Fülle von Internetressourcen, Fachartikel und Unterrichtseinheiten zu den einzelnen Fragestellungen, aufgeschlüsselt nach der 3-R-Methode.

Kontakt

Gefallen Ihnen die Unterrichtsideen und die Art ihrer Aufbereitung? Haben Sie im Rahmen von Gender Mainstreaming in Schule und Unterricht digitale Materialien entwickelt und eingesetzt, die Sie bei Lehrer-Online Ihren Kolleginnen und Kollegen vorstellen möchten?

redaktion@lehrer-online.de

Gerne können Sie sich an die Redaktion von Lehrer-Online wenden!

 

 

Buchtipp: Männlichkeiten. Geschlechterkonstruktionen in pädagogischen Institutionen

Männlichkeiten. Geschlechterkonstruktionen in pädagogischen Institutionen

Budde, Jürgen / Thon, Christine / Walgenbach, Katharina (Hg.), Verlag Barbara Budrich 2014,

ISBN: 978-3-8474-0168-1

Männlichkeiten stehen im Brennpunkt aktueller bildungspolitischer und erziehungswissenschaftlicher Debatten. Betrachtet man die Diskussion um ‚Jungen als „Bildungsverlierer‘ scheint bereits Männlichkeit als solche ein Benachteiligungsrisiko zu sein. Konstruktionen von Männlichkeiten beeinflussen darüber hinaus die Etablierung institutioneller Strukturen… Der Band kritisiert essentialisierende Thematisierungen von Männlichkeiten und leistet einen Beitrag zur Analyse aktueller Transformationen von Geschlechterverhältnissen, in denen Konstruktionen von Männlichkeiten ein umkämpftes Feld darstellen.

Detailinfos

www.budrich-verlag.de/pages/frameset/reload.php?ID=939&_requested_page=%2Fpages%2Fdetails.php

 

Handbuch: VIELFALT erLEBEN GEMEINSCHAFT GESTALTEN!

Methoden, Übungen und Projektideen für Schule und Jugendarbeit

Diese Broschüre möchte all jenen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, Methoden und Projektideen vorstellen, die eine sensible Auseinandersetzung mit „Vielfalt“ ermöglichen, gegenseitigen Respekt und Toleranz fördern und zu einem „friedvollen Miteinander“ anregen.

Detailinfos www.boja.at/news/einzelnews/beitrag/neue-broschuere-vielfalt-erleben/

 

Geschlecht und Vielfalt in Schule und Lehrerbildung

Geschlecht und Vielfalt in Schule und Lehrerbildung

Verona Eisenbraun, Siegfried Uhl (Hrsg.)

Bei der Optimierung vieler Lehr- und Lernprozesse spielen Gender- und Diversitätskompetenzen eine wichtige Rolle. So ermöglicht eine gendersensible Bildungsarbeit, unterschiedliche Interessen von Mädchen und Jungen als gleichwertig anzuerkennen und zugleich individuelle Persönlichkeitspotentiale auszuschöpfen. Umso verständlicher, dass die Verantwortung der Lehrkräfte sowie die Anforderungen an einen Unterricht, der diese Faktoren berücksichtigt, stetig wachsen.

An dieser Stelle knüpft dieser Band an, der auf das dritte Gender-Schule-Symposium (Marburg, 2013) zurückgeht. Folgende Fragestellungen werden behandelt: Wie muss die (Aus-)Bildung von Lehrkräften mit dem Ziel einer höheren Gender- und Diversitätskompetenz konzipiert sein? Wie groß ist der Einfluss soziokultureller Faktoren auf den Bildungserfolg? Wie verhält es sich mit der Sichtbarkeit von lesbischen, schwulen und bisexuellen Lebensweisen in Schule und Unterricht? Wie kann die Unterrichtsqualität in den MINT-Fächern verbessert werden?

240 Seiten, ISBN-13: 978-3830930587, € 24,90

 

 

NEWSLETTER ZU DEN THEMEN GENDERFORSCHUNG UND VEREINBARKEIT VON BERUF UND PRIVATLEBEN

 

L&R Social Research hat einen Newsletter zusammengestellt mit Infos zu aktuellen Publikationen und Projekten rund um die Themen Gender und Gleichstellung sowie Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Inhalte:

„Bewegung im Geschlechterverhältnis? Zur Rolle der Männer in Österreich im europäischen Vergleich“

„Wer dreht an der Uhr? Geschlechtergerechtigkeit und gewerkschaftliche Arbeitszeitpolitik“

Studie für die Arbeiterkammer Wien zur „Betreuung schulpflichtiger Kinder von erwerbstätigen Eltern“ u.a.

Bestellungen: L&R Sozialforschung

E-mail: office@lrsocialresearch.at

Web: www.lrsocialresearch.at

 

Wofür die Schreibweise mit dem Unterstrich?

Anmerkung zur Schreibweise mit dem Unterstrich

Der Unterstrich ist eine neuere Variante gender-sensibler Schreibweise, die sich zunehmend durchzusetzen beginnt. Dieser geht es nicht nur um eine (sprachliche) ‚Gleichberechtigung von Frauen und Männern‘. Sie stellt darüber hinaus die Selbstverständlichkeit einer Zwei-Geschlechter-Ordnung und einer heterosexuellen Orientierung als Norm in Frage und will auch denjenigen einen sprachlichen Ort verleihen, die bislang vorwiegend nicht oder nur als „Abweichung“ wahrgenommen werden (Intersexuelle, Transsexuelle, Homo- und Bi-Sexuelle, Transgender, Crossdresser, Drags, usw.). Der Unterstrich symbolisiert mithin nicht nur die bisweilen sehr fließenden Übergänge zwischen ‚Männlichkeit‘ und ‚Weiblichkeit‘, sondern auch einen Ort, an dem Überschneidungen und Wanderungen zwischen Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen einen Platz haben.

 

Ausführliche Erklärung

Sprache und gesellschaftliche Realität stehen in einem Wechselverhältnis, so dass ein bewusster Umgang mit Sprache nicht nur Realitäten ausdrückt, sondern diese auch prägt und verändern kann. Dass wir uns als Kompetenzzentrum Gender & Diversity um eine gendergerechte Sprache bemühen, um auch auf dieser Ebene die gesellschaftliche Gendergerechtigkeit anzustreben, ist für uns selbstverständlich, auch wenn uns – wie allen – noch manchmal Fehler unterlaufen sollten. Manche mögen es für umständlich, langwierig und unwichtig halten. Wir können jedoch ermutigen: Es ist wirklich eine erlernbare Gewöhnungssache und sobald die Achtsamkeit in Routine übergegangen ist, wird Ihnen eher aufstoßen, wenn Sie einen ‚gender-unsensiblen‘ Text lesen als umgekehrt… Und Sie gewinnen dadurch nicht nur ein zusätzliches analytisches Gespür, sondern auch die Erfahrung einer aktiven Mitwirkung daran, dass weniger Menschen sprachlich (und ggf. realiter) ausgegrenzt werden.

Üblicherweise sind für eine gendergerechte Sprech- bzw. Schreibweise verschiedene Varianten etabliert, von denen die wichtigsten hier gelistet sind[1]:

- die Ausschreibung weiblicher und männlicher Formen („Professorinnen und Professoren“)

- die Schrägstrich-Variante, auch ‚Splitting‘ genannt („Mitarbeiter/innen“)

- das so genannte Binnen-I („DozentInnen“)

- die an der Tätigkeit orientierte neutrale Formulierung („Studierende“)

- Formulierungen, die in anderer Weise vermeiden, tradierte Geschlechterrollen-Vorstellungen zu reproduzieren bzw. ein Geschlecht als das allgemeingültige zu behaupten, so dass andere unsichtbar gemacht werden (z.B. „Lehrkräfte“ statt „Lehrer“, „Fachleute“ statt „Fachmänner“, „Diejenigen, die einen Leistungsnachweis erhalten wollen, müssen eine Hausarbeit schreiben“ oder „Für einen Leistungsnachweis, muss eine Hausarbeit geschrieben werden“ statt „Um einen Leistungsnachweis zu erhalten, muss man eine Hausarbeit schreiben“, etc.).

Eine weitere (jüngere) Schreibweise ist die mit einem Unterstrich, auch ‚Gender-Gap-Schreibweise‘ oder ‚Performing-the-gap‘ genannt („Ingenieur_innen“). Angestoßen wurde sie durch dekonstruktivistische Ansätze in der Geschlechterforschung und die so genannten Queer-Studies seit den 1990er Jahren. Diese stellen die Selbstverständlichkeit einer Zwei-Geschlechter-Ordnung und einer heterosexuellen Orientierung als Norm in Frage. („Heteronormativität“ ist der kritische Begriff, der beide Dimensionen dieser vermeintlichen Selbstverständlichkeiten bezeichnet.) Es geht hierbei also darum, nicht nur ‚Frauen‘ und ‚Männer‘ in ihrer vermeintlich eindeutigen bipolaren Zuordnung und ihrer angenommenen Heterosexualität gleichberechtigt wahrzunehmen, sondern darüber hinaus auch denjenigen, die sich dieser klaren Zweigeschlechter-Ordnung nicht (ein-)fügen können oder wollen und/oder denjenigen, die bisher aufgrund ihrer sexuellen Orientierung als „Abweichung“ definiert wurden, selbstverständlich einen ‚Platz‘ in der Sprache zu eröffnen (Intersexuelle, Transsexuelle, Homo- und Bi-Sexuelle, Transgender, Crossdresser, Drags, usw.). Der Unterstrich symbolisiert mithin nicht nur die bisweilen fließenden Übergänge zwischen ‚Männlichkeit‘ und ‚Weiblichkeit‘, sondern auch einen Ort, an dem Überschneidungen und Wanderungen zwischen Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen einen Platz haben.

 

Bartosch, Ilse (2013): Entwicklung weiblicher Geschlechtsidentität und Lernen von Physik – ein Widerspruch?

Wie gelingt es Mädchen, interessiert und erfolgreich im Physikunterricht zu arbeiten? Wie sind weibliche Identitätsentwicklung und Physiklernen in der frühen Adoleszenz miteinander verschränkt? Diesen Fragen wird in einem ethnomethodologischen Fallstudiendesign nachgegangen. Die Gestaltung der Schülerinnenrolle im Physikunterricht lässt sich dabei als reales und phantasmatisches Experimentieren mit Identitätselementen verstehen.

Der Schlüssel zur Entwicklung physikbezogener Identität scheint darin zu liegen, dass Mädchen, die Physikerin werden wollen, beides können: fachlich-inhaltlich argumentieren und gleichzeitig die fachlichen Symbolisierungen nutzen, um das, was sie in ihrer Innenwelt bewegt, zu strukturieren.

Entscheidend in diesem Spiel mit Identitäten sind die bedeutsamen Anderen die Lehrkraft oder die Peers: Gelingt es ihnen, die Gedankenfiguren sowohl auf der manifesten als auch auf der latenten Ebene zu lassen und adäquat darauf zu antworten, werden die Mädchen in ihrer physikbezogenen Identität bestätigt.

2013; Internationale Hochschulschriften, Band 598

464 Seiten, br., 44,90 €, ISBN 978-3-8309-2977-2

 

Neue Publikationen bm:bf

Unterrichtsprinzip Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern

  • Informationen und Anregungen zur Umsetzung in der Volksschule.

Themen: Gendersensible Pädagogik, Diversität, Individualisierung, Schulbücher, Hausarbeit, Medien, Elternarbeit, Beispiele für den Unterricht, Literatur, Kontakte, Links. BMBF (Hg)

  •  Informationen und Anregungen zur Umsetzung ab der 5. Schulstufe

Themen: Koedukation, Gendersensible Pädagogik, Diversität, Individualisierung, Interaktionsund

Kommunikationsstrukturen, Sprache, Schulbücher, Medien, Berufsorientierung,

Gewaltprävention, Vorschläge für den Unterricht, Literatur, Kontakte, Links. BMBF (Hg),

  • Informationen und Anregungen zur Umsetzung in der Berufsschule.

Themen: Gender Mainstreaming, Unterrichtsprinzip, Praxis – Vorschläge für den Unterricht,

Literatur. BMBF (Hg)

 

Handbuch

Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung

Theorie, Methoden, Empirie

Editors: Ruth Becker, Beate Kortendiek

  • … show all 2 hide
  • ISBN: 978-3-8100-3926-2 (Print) 978-3-322-99461-5 (Online)

 

 

100 Begriffe aus der Gleichstellungspolitik

100 Begriffe aus der Gleichstellungspolitik

Glossar der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern, hgg. v. der Europäischen Kommission, Referat für Chancengleichheit.

http://www.schule.at/fileadmin/DAM/Gegenstandsportale/Gender_und_Bildung/Dateien/100_Begriffe_aus_der_Gleichstellungspolitik.pdf

Eine faire Schule ist geschlechtssensibel

http://www.fairnessaward.at/gender

Methodensammlung und Arbeitsunterlagen zur Jungenarbeit

”Stark! Aber wie?” Methodensammlung und Arbeitsunterlagen zur Jungenarbeit

In dieser im Herbst 2011 aktualisierten Broschüre finden sich konkrete Übungen und Anregungen für die gewaltpräventive Burschenarbeit v.a. im schulischen Bereich. Die Broschüre legt besonderes Augenmerk auf den Zusammenhang von Gewalt und männlicher Sozialisation.

In dieser Broschüre finden sich konkrete Übungen und Anregungen für die gewaltpräventive Burschenarbeit v.a. im schulischen Bereich. Die Broschüre legt besonderes Augenmerk auf den Zusammenhang von Gewalt und männlicher Sozialisation. In der mit Herbst 2011 vorliegenden aktualisierten Version wurde die ursprüngliche Version um zahlreiche Übungen und Anregungen für die Praxis erweitert. Erstellt von White Ribbon Österreich im Auftrag des BMUKK.

Zum Nachlesen

 

Rechtliche Grundlagen Beilage

Salzburger Gender Days: 2007, 2009, 2011

Dokumentation: 90 Jahre Frauenwahlrecht in Salzburg

Am 18. Dezember 1918 wurde die verfassungsmäßige Verankerung des allgemeinen, freien, geheimen und gleichen Wahlrechts ohne Unterschied des Geschlechts beschlossen. Damit wurde ein Meilenstein in der Frauengeschichte gesetzt. 90 Jahre danach erinnerte eine Veranstaltung in Salzburg an diese frauenpolitisch so wichtige Errungenschaft und stellte sie in einen historischen und aktuellen Kontext. Statements von PolitikerInnen aus Stadt und Land umrahmten den geschichtlichen Überblick, in dem die Historikerin Sabine Veits-Falk die historischen Linien auf dem langen Weg zum Frauenwahlrecht aufzeigte.

Die vorliegende Broschüre des Steinocher Fonds (gemeinsam erarbeitet mit den Frauenbüros in Stadt und Land Salzburg) bietet eine erweiterte Darstellung der Geschichte des Frauenwahlrechts, einige Stellungnahmen und Impressionen und ist als Informationsmaterial für Politische Bildung und Erwachsenenbildung gedacht.

Bestellung (kostenlos): 0662-8042-4041, frauen[at]salzburg.gv.at

Literatur (jeden Monat neu!)

Doris Doblhofer, Zita Küng: Gender Mainstreaming. Gleichstellungmanagement als Erfolgsfaktor - das Praxisbuch.

Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008

Geschlechtergerechter Sprachgebrauch

Empfehlungen und Tipps 2012 - bka

Schülerinnen an den HTLs

Handlungsbeispiele zum Strategiepapier