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Computer- und Internetsucht

(vgl. Suchtprävention in der Schule  - Suchtprävention in der Schule / Informationsmaterialien     f. d. Schulgemeinschaft erstellt vom Institut Suchtprävention Linz, Hrsg: bm:bwk;  Seite 180).

 

Definition von Internet-Suchtmerkmalen

Da schon der Begriff Internetsucht unterschiedlich interpretiert wird, gibt es auch keinen eindeutigen Konsens über Merkmale, an denen eine Verhaltens-störung im Zusammenhang mit dem Internet erkennbar ist. Es lässt sich aber

fünf abstraktere Suchtmerkmale bestimmen, die sich in allen Arbeiten zur Internetsucht finden lassen. (vgl. Hahn/Jerusalem 2001.S.3)

Einengung des Verhaltensraums

Wenn über längere Zeitspannen der größte Teil des Tagesbudgets zur Internet-nutzung weitgehend verausgabt wird

Kontrollverlust

Wenn die Person die Kontrolle über ihre Internetnutzung weitgehend verloren hat bzw. Versuche, das Nutzungsausmaß zu reduzieren oder die Nutzung zu unterbrechen, erfolglos bleiben oder erst gar nicht unternommen werden (ob-

Wohl das Bewusstsein für dadurch verursachte persönliche oder soziale Probleme vorhanden ist).

Toleranzentwicklung

Wenn im zeitlichen Verlauf eine Toleranzentwicklung zu beobachten ist, d. h. die „Verhaltensdosis“ zur Erreichung der angezielten positiven Stimmungslage gesteigert werden muss.

Entzugserscheinungen

Wenn Entzugserscheinungen als Beeinträchtigungen psychischer Befindlich- keit (Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit, Aggressivität) und psychisches Verlangen („craving“) nach der Internetbenutzung als Folge zeitweiliger, längerer Unterbrechung der Internetnutzung auftreten.

Negative soziale Konsequenzen

Wenn wegen der Internetaktivitäten negative soziale Konsequenzen in den Bereichen Arbeit und Leistung sowie soziale Beziehungen (z.B. Ärger mit Freunden oder Arbeitgeber) eingetreten sind.