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Sexuelle Aggressionen unter Jugendlichen

(entnommen aus Krisenkompass - www.edyoucare.net)

Unter sexuellen Aggressionen werden jene Handlungen verstanden, die gegen den Willen des Anderen sexuelle Kontakte zur Folge haben. Dies reicht vom unfreiwilligen Küssen über Berührungen bis hin zum Eindringen in den Körper, auch mittels aggressiv verbaler Strategien, körperlicher Bedrohung oder körperlicher Gewalt.

Risikofaktoren

Risikofaktoren bei Tätern oder Täterinnen: Bei Jugendlichen, die sexuelle Aggressionen ausüben, zeigt sich häufig ein Opfer-Täter-Kreislauf in ihrem Leben, d.h. es lassen sich eigene Missbrauchserfahrungen in der Kindheit finden.

Handeln in akuten Gewaltsituationen

Kinder und Jugendliche sind ohne Schulung oft nicht in der Lage und vor allem nicht in der Position, selbst etwas gegen Gewalthandlungen zu tun.
Sie brauchen das energische Eingreifen und die Unterstützung von Erwachsenen.
LehrerInnen sind auch in Gewaltsituationen Vorbild. Gewaltsituationen sind oft komplexe und undurchsichtige Situationen. Einige Gewaltsituationen sind emotional aufgeheizt und beinhalten die Tendenz zur Eskalation. Deshalb geht es vorrangig um die Begrenzung von Übergriffen und die Deeskalation der Situation.

Im Vordergrund steht:

  • Gewaltausübung schnell beenden
  • Opfer schützen

Prävention

Interventionsprogramme (z.B. „das Safe Dates“- Programm) zeigen, dass es gelingen kann, die Akzeptanz sexueller Aggressionen abzubauen und eine Veränderung der gewaltfördernden Einstellungen herbeizuführen sowie das Bewusstsein für die traumatischen Folgen bei Opfern zu fördern. Diese Programme, die auch langfristig präventiv wirksam sind, können in Schulen durchgeführt werden.

Links zu diesem Thema:

www.bmwfj.gv.at/Familie/Gewalt/Seiten/SexuelleGewaltanKindern.aspx

Sexuelle Gewalt an Kindern

www.wienernetzwerk.at/cutenews/home.php?go=wiener_netzwerk

Wiener Netzwerk gegen sexuelle Gewalt an Mädchen, Buben und Jugendlichen

www.safeyouth.org

„Safe Dates“ - Programm

Literaturtipps:

„ Sexuelle Aggression „    

Autorinnen: Barbara Krahe`; Scheinberger-Olwig Renate, Hogrefe, Göttingen 2002

„Geschlecht – Gewalt – Gesellschaft“

Autoren: Siegfried Lamnek ; Boatca Manuela, Leske & Budrich, Opladen 2003