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06.04.2018

Tage der Persönlichkeitsbildung 2018 "Bildung geht durch den Magen. Individuelle, soziale, ethische und kulturelle Dimensionen von Ernährung" - 6. - 7. April 2018 in Wesenufer

Zielgruppe: Lehrer/innen aller Schularten

Das österreichische Zentrum für Persönlichkeitsbildung und soziales Lernen (ÖZEPS) führt in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich (Zentrum für Persönlichkeitsbildung und Begabungsförderung) und im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Tage der Persönlichkeitsbildung 2018 durch.
Thema dieser österreichweit ausgeschriebenen und schulartenübergreifenden Veranstaltung: 

Bildung geht durch den Magen.
Individuelle, soziale, ethische und kulturelle Dimensionen von Ernährung
LV-Nummer: 73F8B0B60B 

Termin:          Freitag, 6. April (ab 13:00 Uhr Check-in / 14.00 Eröffnung) – 
                       Samstag, 7. April 2018, 16:00 Uhr 

Ort:                 Wesenufer – Hotel & Seminarkultur an der Donau, 4085 Wesenufer 1, 
                       4085 Waldkirchen an der Weser; Tel.: 0043 (0)7718/20090, 
                        office[at]hotel-wesenufer.at;
                        www.hotel-wesenufer.at

Zielgruppe: Lehrer/innen aller Unterrichtsgegenstände, aller Schularten, Lehrende und Studierende in der Lehrer/innenaus- und -fortbildung, SE-Berater/innen, UE-Berater/innen, Schulleiter/innen.

„Ernährung“ kann durchaus ein angemessenes Thema für „Tage der Persönlichkeitsbildung“ sein. Denkt man nur kurz über mögliche Zusammenhänge nach, ergibt sich schnell ein faszinierendes Bild, in dem deutlich wird, dass „Ernährung“ ein überaus komplexes Thema mit vielfältigen Weltbezügen und damit auch sehr konkreter, alltagspraktischer Relevanz für die Persönlichkeitsbildung ist. 

Denn die eng miteinander verflochtenen Dimensionen dieses konkret-alltäglichen, nur scheinbar banalen Themas reichen von Aspekten der individuellen Gesundheit und des Genusses, der individuellen, sozialen und kulturellen Identität, Fragen der Verantwortung gegenüber unseren Kindern, der regionalen und überregionalen Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität, der Ernährungsinfrastruktur samt Regional- und Stadtentwicklung bis hin zu Problemstellungen eines auf Dauer finanzierbaren staatlichen Gesundheitswesens und schließlich nicht zuletzt auch zu übergeordneten Fragen wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Hunger und globale Verantwortung und Solidarität. Es ist daher sicher nicht übertrieben, „Ernährung“ als eines der Mega-Themen des 21. Jahrhunderts zu betrachten. Und bereits deswegen ist es auch ein wesentliches Thema der Bildung, nicht zuletzt ein Thema für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung und das Globale Lernen. Gerade in diesen Kontexten hat „Ernährung“ etwas mit Bewusstsein zu tun, mit reflektierter, ethisch verantwortlicher Lebensführung – und damit selbstverständlich auch sehr unmittelbar mit „Persönlichkeit“ und „Persönlichkeitsbildung“. 

Noch konkreter wird der Zusammenhang zwischen Ernährung und Persönlichkeit / Persönlichkeitsbildung jedoch, wenn man Feuerbachs „Der Mensch ist, was er ißt“-These in Bezug zu aktuellen Forschungen im Bereich der Neurowissenschaften und der Neurogastroenterologie stellt, und zwar gerade im Hinblick auf Schule und Bildungssystem: Unser Gehirn ist das empfindlichste Organ in unserem Körper, was die Nahrungsmittelzusammensetzung  betrifft,  die  wir  ihm  zuführen.  Und  was  im  Darm  –  dem „Bauchhirn“ – geschieht, hat nachweislich direkte Einflüsse auf die Prozesse in unseren Köpfen, was in der Forschung als die „Darm-Hirn-Achse“ beschrieben wird. Auf die Schule bezogen heißt das: Die Leistungsfähigkeit des Gehirns und damit die Lernfitness der Kinder hängt wesentlich von der Qualität des „Treibstoffs“ ab, den sie sich zuführen und es ist demgemäß alles andere als egal, was die Kinder sich einverleiben, wie sie sich ernähren – „Lernen geht durch den Magen“ (Miriam Herzing). Dementsprechend wird auch im ministerialen Grundsatzerlass „Umweltbildung für  nachhaltige Entwicklung“  der Zusammenhang zwischen Ernährung und „Gesundheit, Umwelt und nachhaltiger Entwicklung“ betont. 

Was auf den ersten Blick also als etwas abwegig erscheinen mag – der Zusammenhang zwischen „Ernährung“ und „Persönlichkeitsbildung“ –, erweist sich bei näherer Betrachtung als eine denkbar natürliche, fundamentale und in vielerlei Hinsicht wichtige Verbindung, der auch in pädagogischen Kontexten die Aufmerksamkeit zuteilwerden sollte, die ihrer faktischen Bedeutung entspricht. 

Die „Tage der Persönlichkeitsbildung“ 2018 setzen sich zum Ziel, diesem Desiderat nach Möglichkeit gerecht zu werden, indem den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben zwei Impulsreferaten zu grundlegenden Aspekten des Tagungsthemas vertiefende Workshops angeboten werden. 

Keynotes:
Prof. Dr. Jana Rückert-John: "Der Mensch ist, was er ißt."* - Zur sozialen Bedeutung des Essens. (* Ludwig Feuerbach) 

Maria Vogt: „Politische Bildung geht durch den Magen“ 

Weitere Details zum Programm als Attachment sowie auf
https://ph-ooe.at/gesamtueberblick/news/news-artikel/article/tage-der-persoenlichkeit-bildung-geht-durch-den-magen.html; und http://www.oezeps.at/a5863.html

Für eine offizielle Anmeldung im Dienstweg wird ersucht, eine formlose Mail über die Direktion (Sekretariat) der Schule zu senden und zwar an folgende Mailadresse: marianne.dumfart@ph-ooe.at

Persönliche Anmeldungen von Lehrer/innen über die Webseite der PH Oberösterreich werden im System PH-Online im Modus „ohne Dienstauftragsverfahren" (=oDAV) eingegeben, sofern eine reguläre Registrierung als „StudentIn  der  Fortbildung"  erfolgt  ist (https://ph-ooe.at/persoenlichkeit_2018.html;) 

Reiserechnung: * R G V *
Durch die Erteilung eines Dienstreiseauftrages durch die vorgesetzten Dienststellen besteht für Lehrer/innen die Möglichkeit, eine Reiserechnung an der Dienststelle (Schule) zu stellen.